Weltkarten ///

Fossile Energien /// Die fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas und Kohle erreichen innerhalb der nächsten 20 Jahre ihr Fördermaximum. Dieses wird danach rückläufig sein, bei global ansteigendem Energiebedarf. Mobilität und Energieversorgung werden sich deutlich verteuern, was zu einer Veränderung der Siedlungsstrukturen führen wird. Die Förderstandorte werden jedoch bis zum Versiegen ihrer Quellen von stetig steigenden Einnahmen profitieren. Aufgrund der absehbaren Erschöpfung der jeweiligen lokalen Bodenschätze ist hier wie sonst nirgends eine vorbeugende Antischrumpfungspolitik möglich, wie heute z.B. in Dubai oder Aberdeen.




Für Detailansichten: Grafik anklicken

(c) Projekt Schrumpfende Städte, Büro Philipp Oswalt, Grafik: 1kilo

Wüstenausdehnung /// Über eine halbe Milliarde Menschen leben heute in Wüsten. Aufgrund steigender Temperaturen und geringeren Niederschlägen sowie Übernutzung, Überweidung, Entwaldung und falscher Bewässerung dehnen sich die heutigen Wüstengebiete aus. Mit dem Niedergang der Landwirtschaft flieht die Bevölkerung in die Städte. Doch Wüstenstädte beuten die lokalen Wasserquellen aus, ihre Wasserversorgung ist in Zukunft gefährdet. Die unwirtlichen Umweltbedingungen bieten den Slumbewohnern hier zudem nur geringe Möglichkeiten der Selbstversorgung, Armut und Unterversorgung sind die Folge.




Für Detailansichten: Grafiken anklicken

(c) Projekt Schrumpfende Städte, Büro Philipp Oswalt, Grafik: 1kilo

Heizen und Kühlen /// Die räumlich ungleich verteilte globale Erwärmung führt zu einem veränderten Energiebedarf für die Temperierung von Gebäuden durch eine Verringerung des Heizbedarfs (Heizgradtage) bzw. ein Anstieg des Kühlbedarfs (Kühlgradtage). Die lokale Bevölkerungsentwicklung verstärkt zumeist die klimatisch verursachten Veränderungen: Viele Regionen im kühleren Norden werden voraussichtlich Bevölkerung verlieren, während sie in den heißeren südlichen Zonen stark anwächst.




Für Detailansichten: Grafiken anklicken

(c) Projekt Schrumpfende Städte, Büro Philipp Oswalt, Grafik: 1kilo

Überschwemmungen /// Heute sind 40 Mio. Bewohner von Küstenstädten durch Überschwemmungen potentiell gefährdet und werden oft mit aufwendigen Schutzmaßnahmen vor den Meeresfluten geschützt. Aufgrund des klimatisch verursachten Ansteigens des Meereswasserspiegels um bis zu einem Meter, zunehmender Stürme sowie Bevölkerungswachstum und Absinken von Städten wird die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2070 auf voraussichtlich etwa 150 Mio. Menschen ansteigen.




(c) Projekt Schrumpfende Städte, Büro Philipp Oswalt, Grafik: 1kilo

Eis, Schnee, Dauerfrost /// Durch den erwarteten Rückgang der Schneemenge in den mittleren Breiten um 60 – 80% bis 2080/ 2100 verlieren zahlreiche Wintersportorte ihre Existenzgrundlage. Für die bisher untersuchten Gletscher erwartet man bis 2050 einen Volumenverlust von durchschnittlich 60%. In Regionen mit auftauenden Permafrostböden verursachen Landsenkungen und abnehmende Bodenstabilität Schäden an Gebäuden, Straßen, Pipelines usw.




(c) Projekt Schrumpfende Städte, Büro Philipp Oswalt, Grafik: 1kilo

Bevölkerung 1950-2150 /// Bei Fortsetzung heutiger Trends wird sich die Weltbevölkerung laut Aussagen der UN um 2070 bei ca. 9 Milliarden Menschen stabilisieren und nicht weiter anwachsen. Auch die Verstädterungsprozesse werden gerade in den bevölkerungsreichen Ländern wie China und Indien weitgehend abgeschlossen sein. Mehr als Dreiviertel aller Menschen werden in Städten leben. Nicht nur in Ländern Ost- und Westeuropas sowie Japans würde in Zukunft die Bevölkerung vorübergehend zurückgehen, sondern in 50 bis 100 Jahren auch in heute stark wachsenden Ländern wie China, Indien, Nigeria oder Mexiko.




Für Detailansicht: Grafik anklicken

(c) Projekt Schrumpfende Städte, Büro Philipp Oswalt, Grafik: 1kilo

Deurbanisierung /// Im 20. Jahrhundert waren insbesondere alte Industriestandorte von Schrumpfung betroffen, im 21. Jahrhundert könnten es  die Bürostandorte und Distributionszentren (Shopping Malls) sein. Rationalisierungs- und Verlagerungsprozesse im Dienstleistungssektor sowie sich wandelnde bauliche Anforderungen können an vielen Standorten zu einer sinkenden Nachfrage und Leerstand führen. Regionaler Bevölkerungsrückgang, eine alternde Bevölkerung und zukünftig steigende Mobilitätskosten können zudem zur Schrumpfung von Vorstädten führen, wie sie bereits heute etwa in Japan und mancherorts in Nordengland und Deutschland zu beobachten ist. Der Einwohnerrückgang in etwa einem Drittel aller Vorstädte in den USA beruht hingegen bislang vorwiegend auf einer fortschreitenden Suburbanisierung in immer entfernter gelegene Vorstädte.




(c) Projekt Schrumpfende Städte, Büro Philipp Oswalt, Grafik: 1kilo

Wassermangel /// Eine gesicherte Wasserversorgung ist seit jeher eine notwendige Voraussetzung für das Entstehen und Wachsen von Städten. Doch bereits heute leiden mehr als eine Milliarde Menschen unter Trinkwassermangel. In den nächsten Jahrzehnten wird dieser global deutlich zunehmen und zu einem bedeutsameren Problem als das Schwinden der Ölvorräte. Ursachen sind neben Bevölkerungswachstum und steigendem Pro-Kopf-Verbrauch u.a. der lokale Rückgang der Niederschlagsmengen im Zuge des Klimawandels, das Erschöpfen von nicht erneuerbaren Wasserquellen und zunehmende Wasserverschmutzung.




(c) Projekt Schrumpfende Städte, Büro Philipp Oswalt, Grafik: 1kilo

Polarisierung /// Die Entwicklung der Städte polarisiert immer mehr zwischen Gewinnern und Verlierern. In den alten Industrieländern konzentrieren sich Bevölkerung und wirtschaftliche Aktivitäten zunehmend in den großen städtischen Ballungsräumen, während sich die ländlichen Peripherien entvölkern.




(c) Projekt Schrumpfende Städte, Büro Philipp Oswalt, Grafik: 1kilo



 // Druckansicht // Leserbrief //

Start ¬Über uns ¬Analyse ¬Interventionen ¬Prognose ¬Ausstellungen ¬Veranstaltungen ¬Publikationen ¬Presse           • Kontakt • Impressum • Sitemap • Suche           deutsch | english | russian