Ruse + Sofia ///






Ruse ///
Shrinking Cities
Kunstgalerie Ruse
14. Dezember 2006 bis 14. Januar 2007


Die Stadt Ruse, ehemaliges Zentrum von Handel und Innovation im Osmanischen Reich, verlor unter der kommunistischen Regierung Bulgariens massiv an politischer Bedeutung und büßte im letzten Jahrhundert fast ein Viertel seiner ehemals 200.000 Einwohner ein. Hinzu kamen eine Kette von Umweltkatastrophen, industrieller Rückbau sowie Zentralisierungstendenzen in Richtung Sofia, die aus der Donau-Metropole eine schrumpfende Stadt machten. Auf ca. 600 qm zeigte die Internationale Elias Canetti Gesellschaft Ruse 15 Exponate der Ausstellung „Schrumpfende Städte -Internationale Analyse“.

Die Ausstellung umfasste einerseits Chronologien und Querschnittsbetrachtungen, die in das Phänomen urbaner Schrumpfung einführten und die vier Untersuchungsregionen Ivanovo, Halle/Leipzig, Manchester/Liverpool und Detroit vorstellten, andererseits kulturelle Studien und künstlerische Beiträge, die aus ganz unterschiedlichen Perspektiven verschiedene Facetten von Schrumpfungsprozessen aufspürten und darstellten. In einem Workshop setzten sich Schüler malerisch mit ihrer Stadt Ruse auseinander. Themen waren „Ruse – meine Stadt“ und „Ruse – mein Traum“. Die Zeichnungen waren ebenso im Rahmen der Ausstellung zu sehen wie die Arbeit des bulgarischen Künstlers Kamen Stojanov „Places where the world breaks away“. Über 900 Besucher sahen die Ausstellung und nahmen am Beiprogramm teil.

Die Ausstellung wurde vom Auswärtigen Amt und der Robert Bosch Stiftung finanziell gefördert.

Leitender Kurator: Phlipp Oswalt; Ko-Kurator für Ruse: Timo Köster; Übersetzung: Strahil Karapchanski, Kuratorische Assistenz: Füsun Türetken. 


Sofia ///
Shrinking Cities
Dauhaus - Independent Art Space
20. Februar bis 1. März 2007


Nachdem die Internationale Elias Canetti Gesellschaft die Ausstellung Schrumpfende Städte im Dezember 2006 in Ruse gezeigt hatte, wurde die Ausstellung in der bulgarischen Hauptstadt Sofia präsentiert.

Zu sehen waren dort auf 310 qm 15 Beiträge aus dem Analyse-Teil des Projektes, u.a. von Antje Ehmann, Michael Baute, Harun Farocki, Clemens von Wedemeyer, Laura Horelli, Kathrin Wildner, Savva Miturich, Sergei Miturich und John Davies.  Außerdem wurden die Arbeiten "Sofia, Bulgaria" von Ivo Ivanov und "Places where the world breaks away" von Kamen Stojanov gezeigt. 

Die von 500 Besuchern besuchte Ausstellung wurde von drei Vorträgen mit anschließender Diskussion im Dauhaus begleitet: „Hot Visual City(ies)“, Lachezar Bojadjiev; „Biopolitik und städtischer Raum”, Momchil Christov und Ana Antonova; „Patterns of Abandonment“, Veronika Tzekova.

Kuratoren der Ausstellung Sofia: Vladiya Michailova und Timo Köster mit Unterstützung von Yovo Panchev und dem Studio Dahaus. Design Flyer: Alina Hoyer, Berlin.

Die Ausstellung wurde unterstützt und gefördert von: Deutsche Botschaft Sofia, Goethe Institut Bulgarien, Robert Bosch Stiftung. 

http://dauhaus.org/




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