Halle / Leipzig (D) ///

Nikolaus Brade, Fotograf, Halle
Plattenbauabriss
2 großformatige Fotografien, Farbe, 2001/02
Vor zwei Jahren wurden in Halle-Silberhöhe die ersten Plattenbau-Blöcke abgerissen. Die bleibenden Bewohner leben weiter zwischen kulissenhaften Häuserblöcken, leeren Fensterhöhlen und zugemauerten Eingängen.

Axel Doßmann, Kulturwissenschaftler, Berlin, und Anne König und Jan Wenzel, Publizisten, Leipzig
Halle-Silberhöhe oder: Das Schweigen von Alice Schmidt wird unterbewertet
Installation: städtebauliches Modell, Diaprojektionen und Archivfotos, 2003/04
Die Installation thematisiert die Neukristallisation der städtischen Struktur am Beispiel der Hallenser Großwohnsiedlung Silberhöhe, die zwischen 1979 und 1989 in Sichtweite zum Chemiekombinat Buna erbaut wurde. In einer Folge von Kurzgeschichten wird der Wandel in diesem Stadtteil beschrieben.

Anke Hagemann, Architektin, Berlin, und Heidi Stecker, Kunstwissenschaftlerin, Leipzig
Leipzig streitet um das Kirschberghaus
Dokumentation, 2003/04
Der Umgang mit dem zunehmenden Rechtsextremismus in ostdeutschen schrumpfenden Städten wird am Beispiel des Jugendclubs Kirschberghaus in Leipzig-Grünau geschildert, der Ende der neunziger Jahre zur Keimzelle einer "national befreiten Zone" zu werden drohte.

Laura Horelli, Künstlerin, Berlin, und Kathrin Wildner, Stadtethnologin, Hamburg
Wohnquartier Wolfen-Nord. Gehen und Bleiben - Arbeitspendler und Senioren
Installation: 2 Videos, je 13 min, 2003/04
Seit der Wende hat fast die Hälfte der Bewohner die Plattenbausiedlung Wolfen-Nord verlassen. Heute leben dort überdurchschnittlich viele Rentner, und die Jüngeren sind oft als Wochenpendler bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigt.

Konrad Knebel, Maler, Berlin
Landschaft in Berlin-Friedrichsfelde
Gemälde, Tempera auf Leinwand, 1981
Plakatwand am Ostbahnhof, Berlin
Gemälde, Öl auf Leinwand 1992/1995
Der Maler Konrad Knebel hat sich Zeit seines Lebens künstlerisch und politisch mit Stadt auseinander gesetzt. Verfall der Städte, Leerstand und Abriss historischer Bausubstanz prägen sein malerisches Werk.

niko.31, Leipzig (Jens Fischer, Stadtplaner; Katja Heinecke, Künstlerin; Reinhard Krehl, Künstler; Silke Steets, Soziologin), mit Nils Emde, Fotograf, Hamburg
Orbit Palast - Indizien für Typen und Räume freigesetzter Zeit
Installation: 7 Lambda-Prints in Leuchtkästen, 2003
Wie verbringen Menschen in Gebieten, die gleichermaßen von Deindustrialisierung und einem hohen Maß an brachgefallenen Räumen gezeichnet sind, ihre Zeit? Welche Räume nutzen und erschaffen sie für ihre Aktivitäten?

Sofie Thorsen, Künstlerin, Wien
Village fig.7/ +- Guided Tours
Diaprojektionen mit Audiospur, 14 min, 2004
Sofie Thorsen untersucht visuell und strukturell die Entwicklung eines Dorfes an der Peripherie von Leipzig, die Schrumpfung seiner dörflichen Funktionen und die gleichzeitige suburbane Überformung durch Eigenheimbau und Gewerbe.

Clemens von Wedemeyer, Künstler, Berlin/Leipzig, mit Frank Meyer, Dirk Sommer und Holm Taddiken
Silberhöhe
Filminstallation, 10 min, Loop, 2003
Silberhöhe versetzt den Betrachter in den Tag und die Nacht einer schrumpfenden Stadt. Die Kamera bewegt sich, die Schnitte folgen einer unsichtbaren Geschichte. Aber nichts passiert und niemand taucht auf.

Rochus Wiedemer, Architekt, Berlin
Stadtumbau in Wolfen
Bildergeschichte, 2003/04
Der didaktische Comic untersucht die Bedingungen, die zu der gegenwärtigen, oft widersprüchlichen Abrisspraxis in Plattenbaugebieten führen, und erklärt die Hintergründe und Folgen von Altschuldenregelung und Stadtumbauprogramm.

Rochus Wiedemer mit Sabine Horlitz, Architekten, Berlin
Beleuchtete Wiesen
Kartierung, Luft- und Satellitenfotos, 2003
Eine Bilddokumentation über fehlgeleitete deutsche Förderpolitik: voll erschlossene, aber unterbelegte Gewerbegebiete, die um die Ansiedlung von Betrieben konkurrieren.

Tobias Zielony, Künstler, Leipzig
Behind the Block
Installation: Foto- und Textprojektion, 2000-2003
Der Alltag von Jugendlichen aus Vorortsiedlungen von Newport, Bristol, Marseille und Halle. Für viele Jugendliche in Halle-Neustadt bedeutet Heranwachsen die Suche nach einer eigenen Identität in einem Prozess fortschreitender gesellschaftlicher Marginalisierung.




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